Konzept

Gesund macht Schule verfolgt das Ziel, Grundschulen Unterstützung bei der Umsetzung gesundheitsförderlicher Maßnahmen zu geben. Die Zunahme von lebensstilbedingten Erkrankungen zeigt, dass die frühzeitige Vermittlung von Gesundheitskompetenz wichtig ist, um die Lebensqualität langfristig zu sichern und zu erhalten.

Dies kann nur gelingen, wenn Gesundheit" schon in der Grundschule als sinnstiftend und nicht nur als ein zeitlich begrenztes Unterrichtsthema erlebt wird. Um dies zu erreichen ist es wichtig, dass Gesundheitsförderung und Prävention als ein von allen Beteiligten in der Lebenswelt Schule mitgetragenes und mitzuentwickelndes Konzept verstanden wird. Eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern wird angestrebt, damit das in der Schule Vermittelte auch in den Familien mitgetragen und gelebt werden kann.

Einstellungen und Verhaltensweisen, die bei Kindern gefördert werden sollen:

  • die Freude an der Bewegung,
  • Interesse und Spaß an gesunder Ernährung
  • das Entwickeln von Selbstwirksamkeitsgefühl und Ich-Stärke
  • und das Erlernen von Stressbewältigungsverfahren. 

Die Teilnahme an Gesund macht Schule ist für Schulen aus Nordrhein, Hamburg und Sachsen-Anhalt kostenfrei.


Angebot

Gesund macht Schule basiert auf sechs Bausteinen, die inhaltlich und methodisch miteinander verknüpft sind und aus denen Schulen ihr eigenes Gesund macht Schule-Programm zusammenstellen können.

1. Schulpatenschaften durch Ärztinnen und Ärzte
Ein wichtiges Element des Programms sind Patenschaften, bei denen Ärztinnen und Ärzte die Schulen als Experten begleiten und ihre Kompetenz einbringen. Durch die Vermittlung einer Patenärztin/eines Patenarztes wird eine außerschulische und damit neue Perspektive in die Planung der gesundheitsförderlichen Aktivitäten eingebracht, was von den Beteiligten als bereichernd erlebt wird.

2. Elternarbeit
Um die Arbeit der Lehrer*innen und Ärzt*innen zu unterstützen, hält das Gesund macht Schule-Programm Medien und Fortbildungen für die Elternarbeit bereit. Für die Themen "Essen und Ernährung", "Bewegung und Entspannung", "Sexualerziehung", "Suchtprävention /I ch-Stärkung" und "Menschlicher Körper / Beim Arzt" sind Materialien entworfen worden, die Hintergrundwissen vermitteln und Anregungen zur Zusammenarbeit mit Eltern inklusive Vorträge enthalten. Alle Materialien für die Elternarbeit können von den Teilnehmern auch im internen Berich eingesehen und heruntergeladen werden.

3. Unterrichtsmaterialien
Um die Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer bei der Umsetzung gesundheitsförderlicher Themen zu unterstützen, gibt Gesund macht Schule zu allen Gesundheitsthemen Unterrichtsmaterialien, samt Faktenwissen und unterrichtspraktischen Hilfen heraus. Alle Unterrichtsmaterialien können von den Teilnehmern auch im internen Berich eingesehen und heruntergeladen werden. Weitere Medien/Angebote wie Kinder-Mitmachseiten, Hygienenkoffer, anatomische Teddys und anatomisches Anschauungsmaterial stehen zur Verfügung.

4. Fortbildung
Für die Lehrer*innen  und Mitarbeiter*innen aus dem Offenen Ganzatg werden zu allen Programmthemen verschiedene Fortbildungsveranstaltungen angeboten. Ebenso erhalten auch die Patenärzt*innen Fortbildungen zu den Präventionsthemen von Gesund macht Schule.

5. Regionale Treffen
Auf regionaler Ebene wird über die AOK vor Ort zu Treffen eingeladen, bei denen sich die Schulen, Patenärzte und Programmkoordinatoren austauschen. Alle Beteiligten haben dort die Möglichkeit über ihre Erfahrungen zu sprechen, Anregungen und Tipps auszutauschen und sich dabei schulübergreifend kennenzulernen.

6. Offener Ganztag
Die Einbeziehung des Offenen Ganztags ist in dem Programm explizit gewünscht, da spezifische Angebote (z. B. Koch-AG, Bewegungs-AG) das Themenspektrum ideal ergänzen und damit helfen können, dass sich die im Unterricht erlernten Kompetenzen auch im Nachmittagsbereich festigen.

Fakten zur Kindergesundheit in Deutschland

Kindergesundheit ist nicht nur von gesundheitspolitischem, sondern von gesamtgesellschaftlichem Interesse. Zahlen zur Kindergesundheit finden Sie in dem Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts: www.kiggs-studie.de/