Elternmitwirkung

Elternarbeit und Elternmitwirkung in Schulen zu etablieren, ist in vielen Fällen nur über einen langfristigen Entwicklungsprozess zu erreichen. Am Anfang dieses Prozesses steht Offenheit füreinander als Voraussetzung für eine gute Kommunikation.

Langfristig ergibt sich die Möglichkeit der Zusammenarbeit, wo die Schule Eltern umfassend informiert und Schulleben transparent macht und wo die Eltern Mitwirkungsbereitschaft zeigen.

„Auch ein langer Weg beginnt mit dem ersten Schritt."Laotse

Chancen der Elternmitwirkung

Elterncafé, Runder Tisch „Gesundheit“, Elternschule und Elterninformationsabende – es gibt viele Möglichkeiten, Elternarbeit im Rahmen der Gesundheitsförderung in der Schule zu etablieren. Denn Eltern einzubinden kann die Vorbereitung von Projekten erleichtern oder gar erst ermöglichen. Die nachhaltige Wirkung von Projekten ist nur dann gewährleistet, wenn Eltern die Erziehungsziele der Schule (z. B. mehr Bewegung in Schule und Freizeit) mitdefinieren und mittragen. Das Ausmaß der Beteiligung wird sicher je nach Schulstandort und Zusammensetzung der Klassen sehr unterschiedlich sein. Aber fast in jeder Schule/Klasse findet sich eine Gruppe von Eltern, die sich gerne beteiligen und die Zeit für Aktivitäten aufbringen.

Die aktive Elternmitwirkung in der Schule wird von den Kindern sehr positiv erlebt, weil sich in ihr die Verbindung von Schule und Elternhaus zeigt. Aktive Elternarbeit ist bei der Gesundheitsförderung auf drei Ebenen denkbar:

1. Eltern in Arbeitskreisen

Eltern können zum Beispiel im Rahmen von Arbeitskreisen und Mitwirkungsgremien bei Planung, Vorbereitung und Durchführung von Festen und Feiern, bei Ausflügen und Besichtigungen oder bei der Ausstattung und Gestaltung von Klassenräumen mithelfen.

2. Eltern als Experten

Eltern können entsprechend ihrer beruflichen Qualifikation Arbeitsgemeinschaften leiten oder als Fachleute in den Unterricht einbezogen werden. Sie können den Schülerinnen und Schülern direkten Zugang zu verschiedenen Gebieten der Arbeitswelt vermitteln. 

3. Eltern als Helfer

Eltern und Lehrer können gemeinsam dazu beitragen, dass bestimmte im Schulprogramm festgelegte Bildungs- und Erziehungsziele realisiert werden .

Eltern können helfen, dass sich ein gemeinschaftliches gesundes Schulfrühstück realisieren lässt, dass Bewegungsspiele auf der Pausenhof z.B. hergestellt oder Aktionstage in der Schule organisiert werden. Wichtig bei der Mitarbeit ist, dass Eltern Dank für Ihr Engagement erfahren und dies nicht als Bringschuld gesehen wird.


Kommunikation, Konsens und Kooperation können die Schlüssel für eine gelingende Elternarbeit sein. Die darin enthaltenden Ansätze der Elternbildung und Elternpartizipation zielen darauf ab, die Eltern mit den Schulstrukturen vertraut zu machen, um ein wechselseitiges Handeln im Erziehungsprozess der Kinder zu bewirken.

Dokumentation: Erfolgreiche Elternarbeit

Eltern­ar­beit im Rahmen der Gesund­heits­för­de­rung - das ist eine schwere Auf­gabe", sagen die Lehrer. "Eltern­mit­wir­kung in der Schule, das ist doch gar nicht gewünscht", sagen die Eltern. Beide könn­ten aber auch sagen: "Eltern­be­tei­li­gung gelingt".

In dem Doku­men­ta­ti­ons­band sind zehn erfolg­rei­che Ansätze zur Eltern­be­tei­li­gung in der Schule vor­ge­stellt. Die Doku­men­ta­tion finden Sie hier als Down­load oder kann unter fol­gen­der Adresse bestellt werden:

Ärz­te­kam­mer Nord­rhein
Snezana Marijan
Ters­tee­gen­str. 9
40474 Düs­sel­dorf
snezana.marijan(at)aekno.de