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Pilotprojekt

"FrühstücksZeit"

Kinder, die ausgewogen frühstücken, sind im Unterricht konzentrierte, aktiver und fröhlicher.

Kinder, die ausgewogen frühstücken, sind im
Unterricht konzentrierter, aktiver und fröhlicher.

Ein gutes Frühstück plus Pausenverpflegung soll Kindern helfen, bis zum Mittag konzentriert und leistungsfähig zu bleiben. Doch laut neuerer Studien ist das Frühstück zu Hause vor der Schule keine Selbstverständlichkeit mehr. Jeder sechste Schüler bis 12 Jahre und jeder vierte Jugendliche frühstückt nicht regelmäßig, bevor er sich auf den Schulweg macht. 

Mit dem Pilotprojekt "FrühstücksZeit" verbinden wir das Ziel, dass alle Kinder der Schule ein ausgewogenes Frühstück und ein gutes Pausenbrot erhalten.

Das Pilotprojekt an der KGS Untereicken

Das Ernährungsverhalten von Kindern wird entscheidend durch Familiengewohnheiten beeinflusst. Das Thema "Essen und Trinken" bildet dabei eine Brücke zwischen Schulalltag und Elternhaus: Veränderungen und Aktivitäten in einem dieser Lebensbereiche wirken auch in den anderen Bereich hinein. Dies wird zum Beispiel anhand des Frühstücks als wichtige Mahlzeit im Tagesablauf von Kindern deutlich.

Kinder sind in der Wachstumsphase ganz besonders auf Energiezufuhr nach der nächtlichen Schlafpause angewiesen. Werden ihre Energiereserven am Morgen nicht aufgefüllt, leiden Konzentration und Leistungsfähigkeit. Wer richtig frühstückt, „tankt“ seine Energiereserven für den Vormittag auf, fühlt sich wohl und leistungsfähig. Daher kommt dem Frühstück eine besondere Bedeutung bei der Nährstoffversorgung von Kindern und Jugendlichen zu. Kinder verbringen den Vormittag in der Schule, wo sie sowohl geistig als auch körperlich gefordert sind. Mehrere nationale und internationale Studien weisen darauf hin, dass ein regelmäßiges ausgewogenes Frühstück die Nährstoffversorgung verbessert und darüber hinaus gibt es Hinweise, dass die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit durch den Verzehr eines Frühstücks positiv beeinflussbar ist.

Aufgrund veränderter Lebensrhythmen, Familienstrukturen und Arbeitsbedingung findet traditionelle Ernährungserziehung und die gemeinsame Einnahme von Mahlzeiten immer weniger im Elternhaus statt. So steigt beispielsweise die Zahl und der Anteil der Kinder in Alleinerziehenden-Haushalten und in Lebensgemeinschaften stetig an.  Die Ernährungsstudie EsKiMo, als Teil der KIGGS-Studie, kommt zu dem Ergebnis das 50% der befragten 6- bis 11- Jährigen zu Hause ein gemeinsames Frühstück mit einem Familienmitglied einnehmen. Doch was ist mit den übrigen 50 Prozent der Kinder? Frühstücken diese allein? Mit älteren Geschwistern? Auf dem Weg zur Schule oder eventuell gar nicht? Hierzu gibt es je nach Expertise sehr unterschiedliche Befunde, die Datenlage muss hierzu eindeutig verbessert werden.

Früh übt sich, wer später einmal selber kochen möchte und nicht nur Fertiggerichte öffnen will.

Früh übt sich, wer später einmal selber
kochen möchte und nicht nur Fertiggerichte
öffnen will.


Das Ernährungsverhalten, Präferenzen für Lebensmittel sowie die Prägung der Mahlzeitmuster entwickeln sich im frühen Lebensalter und zeigen die Tendenz, dass sie lebenslang beibehalten werden. Aus diesem Grund sollten Maßnahmen zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens bei Kindern möglichst frühzeitig und in enger Einbeziehung mit dem häuslichen Umfeld beginnen, um Elternkompetenz in Ernährungsfragen z.B. im Hinblick auf Einkauf, Zubereitung und Umgang mit Lebensmitteln zu stärken. Besonders bei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter besteht noch die Möglichkeit, Einfluss auf das Ernährungswissen und Ernährungsverhalten auszuüben.

Somit bietet der Lebensraum Grundschule  die Grundlage für vielfältige gesundheitsförderliche Maßnahmen. Schule kann durch geeignete soziale und organisatorische Rahmenbedingungen sowohl ein gesundheitsförderndes Umfeld schaffen, als auch Ernährungswissen und Fähigkeiten zur Umsetzung gesunder Essgewohnheiten vermitteln und das Verhalten der Kinder, ihrer Eltern/Erziehungsberechtigten und aller Beteiligten an Schule positiv beeinflussen. Darüber hinaus kann Schule mit geeigneten Mahlzeitangeboten grundlegende Voraussetzungen für die körperliche, seelische und geistige Entwicklung von Kindern schaffen und damit ihr Lernen und ihren Lernerfolg sichern.

Das Projekt "FrühstücksZeit" wurde
am 31.8.10 allen Eltern der neuen
Erstklässler vorgestellt: Passend
mit einem gesunden Frühstück.

"FrühstücksZeit" an der KGS Untereicken

Ziel des Teilprojekts „FrühstücksZeit“ im Rahmen von Gesund macht Schule an der KGS Untereicken ist es, im Modell zu  erproben ob und unter welchen Bedingungen es möglich ist, alle Kinder einer Schule mit einem Frühstück und einem gesunden Pausenbrot in der Schule versorgen. Um dieses Ziel erreichen zu können, sollte die Kompetenz der Lehrkräfte, der Eltern und Schüler zu einer gesundheitsfördernden Ernährung umfassend gestärkt werden. Hierzu ist zum einen eine Kooperation mit dem Kinderschutzbund Mönchengladbach sowie eine enge Kooperation mit den Eltern der Schule erfolgt, die am Tag der Einschulung schon fantastisch funktioniert hat. Mit tatkräftiger Unterstützung der Eltern konnte ein gesundes Frühstücksbuffet aufgebaut werden und alle neuen Eltern über das Angebot der FrühstücksZeit informiert werden.

Umsetzung

Zur Durchführung  des Teilprojektes „FrühstücksZeit“ werden folgende Maßnahmen im Schuljahr 2010/2011 an der Schule KGS Untereicken umgesetzt.

  • Regelmäßige Durchführung des MontagMorgenMampfs. Der MontagMorgenMampf ermöglicht allen Kindern ein Frühstück vor der Schule, in der Zeit von 7.05 Uhr bis 7.55 Uhr. Das Angebot richtet sich an Kinder berufstätiger Eltern, die montagmorgens schon weit vor Schulbeginn ihrer Arbeit nachgehen müssen oder an Kinder, deren Eltern durch Krankheit o.ä. kein Frühstück zubereiten können. (Das Angebot wird ehrenamtlich durch den Kinderschutzbund in Mönchengladbach begleitet und in Zusammenarbeit mit einer der Sonderpädagoginnen der Schule realisiert. Dabei soll auf ein ausgewogenes und abwechslungsreiches Angebot geachtet werden, das auch kulturellen Besonderheiten in der Ernährung Rechnung trägt).
  • Die FrühstücksZeit-Kinder sind an der Ausgestaltung des MontagMorgenMamps beteiligt.
  • Eine Befragung der Kinder (3. und 4. Klassen) zu ihrem Frühstücksverhalten und nach ihren Frühstücksvorlieben wird direkt zu Beginn des Programms vorgenommen.
  • Eine Lehrerbefragung zur Akzeptanz der  FrühstücksZeit ist vor Projektbeginn erhoben worden.
  • Elterninformation über das Teilprojekt „FrühstücksZeit“
  • Fortbildungsveranstaltung für Lehrerinnen und Lehrer: "EssExperimente".
  • Fortbildungsveranstaltung füt die 1. Klassen zum Thema "Gesundes und schmackhaftes Pausenbrot".
  • Einbindung des Projektes „FrühstücksZeit“ in das Schulleben. (auf allen Festen, wie z.B. oben gezeigt am Einschulungstag)

Alle Maßnahmen sollen im Verlauf des Projektzeitraums in Akzeptanz und Umsetzung geprüft und anhand von standardisierten Fragebögen dokumentiert werden. Alle Partner erklären sich zur Dokumentation bereit.

Flyer FrühstücksZeit

Der Flyer zur FrühstücksZeit steht hier zur Verfügung.

 flyer-fruehstueckszeit.pdf