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Was ist ein Sonnenbrand?


Der Haut vergisst nicht?

Sind wir der Sonne lange ohne Schutz ausgesetzt, kämpft unsere Haut gegen die UV-Strahlung an. Ist die Dosis der UV-Strahlung für die ungeschützte Haut zu intensiv, entsteht ein Sonnenbrand. Aber was ist eigentlich ein Sonnenbrand?

Tatsächlich handelt es sich um eine durch UV-Strahlung verursachte Entzündung der Haut (UV-Erythrem oder Dermatitis solaris), die mit verstärkter Durchblutung durch Gefäßerweiterung einhergeht. Ein Sonnenbrand ähnelt demnach sehr stark einer Verbrennung ersten oder zweiten Grades.

Bei den meisten Menschen kommt es innerhalb weniger Stunden nach der Bestrahlung zu Rötungen, Hitzegefühl, Juckreiz, Schmerzen und gelegentlicher Blasenbildung. Bei großflächigem Sonnenbrand können auch Fieber und Kopfschmerzen auftreten. Die Symptome erreichen ihr Maximum meist nach einem halben Tag und bilden sich innerhalb von drei bis sieben Tagen, oftmals mit unerwünschter Abschuppung der Haut, zurück. Auch unsere Augen reagieren empfindlich auf intensive Sonnen-bestrahlung. Binde- und Hornhaut können sich leicht entzünden (Konjunktivitis und Keratitis solaris). Daher empfiehlt sich das Tragen einer Sonnenbrille mit 100 % UV-Schutz.

Der beste Schutz für unsere Augen

In der Tiefe

In der Regel heilen die Symptome eines Sonnenbrandes ohne Narben, mit einer kurzweiligen Bräunung (Hyperpigmentierung) der Haut ab. Diese Bräuning ist eine Reaktion unsere Pigmentzellen (mit Melanin pigmentierte Zellen in der Haut). Sie produzieren mehr Farbstoffe um ihren Zellkern zu schützen. Wir werden dadurch braun.

Schwerere Verbrennungen können blasse Narben hinterlassen. Zwar ist eine durch Sonnenstrahlen verursachte Entzündung zunächst harmlos, doch wird Sonnenbrand als der wichtigste Risikofaktor für weißen und schwarzen Hautkrebs angesehen. Die Energie der UV-Strahlung schädigt die Erbinformationen die sie enthalten, unsere DNA. Der  Körper hat dafür bestimmte Abwehrmechanismen: Enzyme, die die DNA kontrollieren und reparieren. Aber auch diese erkennen nicht alle Schäden. Es entstehen Fehler in unseren Erbinformationen. Die Basalzelle teilt sich und gibt diesen Fehlercode an die neu entstandene Zelle weiter. Die Haut merkt sich also unsere Sonnenbrände. Ist ein bestimmter Zellbereich durch zu viele Fehler im Erbgut belastet, kann es zu weißem oder schwarzem Hautkrebs kommen.

Lässt sich der weiße Hautkrebs gut operativ behandeln, so ist der schwarze Hautkrebs (das maligne Melanom) umso gefährlicher. Eine Früherkennung ist hier essentiell wichtig. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen eine Hautkrebsvorsorge ab dem 35. Lebensjahr. Sollten Sie bei Ihnen oder Ihren Familienmitgliedern eine auffällige Hautveränderung z.B. bei einem Muttermal feststellen, zeigen Sie diese Veränderung Ihrer/Ihrem Kinder- und Jugendärztin/arzt oder Hautärztin/arzt.

Weiter Informationen zur Hautkrebsfrüherkennung finden Sie unter:
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