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Essen und Ernährung / Trinken

Informationen


Gut gegessen!

Die Prägung des Ess- und Ernährungsverhaltens beginnt in frühester Kindheit in der Familie. Mit circa 8 Jahren ist diese Prägung abgeschlossen. Das macht eine Studie der Universität Gießen mit Senioren deutlich. Sie zeigt, dass die Senioren noch immer an Ernährungsgewohnheiten festhalten, die sie in ihrer Kindheit verinnerlicht hatten.

Das Ernährungsverhalten wird im Jugend- und Erwachsenenalter durch das Umfeld (Kochkenntnisse, Freundeskreis, Mode, verfügbare Zeit etc.) nur noch wenig verändert. Eltern tragen also in punkto Ernährung eine große Verantwortung. Wer seinem Kind eine gesunde Ernährungsweise und Esskultur vorlebt, hat große Chancen, dass das Kind sie automatisch übernimmt und auch als Erwachsener beibehält.


Frühstück und Pausenbrot

Neben dem Pausenbrot braucht ihr Kind ausreichend Flüssigkeit.

Die tägliche Ernährung sollte Kinder für ihre erlebnisreichen, oft langen und anstrengenden Tage die benötigte Energie und Nährstoffe liefern. Dabei ist der Energiebedarf eines Kindes verhältnismäßig höher als der des Erwachsenen. Ein regelmäßiger Mahlzeitenrhythmus ist hier also von großer Wichtigkeit. Empfehlenswert sind drei Haupt- und zwei Zwischenmahlzeiten. Eine ausgewogene Ernährung fördert auch die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit beim Lernen. In Untersuchungen konnte zum Beispiel festgestellt werden, dass ein gesundes Frühstück und Zwischenmahlzeiten Auswirkungen auf die Lernfähigkeit und Konzentration von Kindern haben. Für das Pausenbrot haben wir einige Rezeptvorschläge zusammengestellt. 

Elternbrief Pausenbrote (886,59 KB) 

Mittagessen

Nach der Schule kommen die Kinder meist hungrig nach Hause. Zeit für ein warmes Mittagessen, wenn es die Familien- und Arbeitssituation zulässt. Wenn die Zeit knapp ist, eignen sich Aufläufe, die in der Regel schon am Vortag vorbereitet werden können.
Wer mittags keine Zeit zum Kochen findet, verschiebt es auf abends. Ein lecker belegtes Brot – am besten saftig und vollkörnig – und etwas Rohkost oder Obst zum Knabbern sind ein durchaus vollwertiger Ersatz.

     Trinken

Trinken nicht vergessen

Kinder benötigen viel Flüssigkeit. Daher sollte zu jeder Mahlzeit etwas zu trinken angeboten werden. Auch zwischen den Mahlzeiten sollten jederzeit Getränke zur Verfügung stehen. Gut geeignet sind: Leitungs- und Mineralwasser, ungesüßter Früchte- oder Kräutertee, Fruchtsaftschorlen und Gemüsesäfte. Pure Fruchtsäfte, Limonaden oder Brause sollten nur gelegentlich getrunken werden. Koffeinhaltige Erfrischungsgetränke wie zum Beispiel Cola-Getränke oder verschiedene Eistees und Energy-Drinks sind für Kinder nicht geeignet.

Milch sollte nicht als Getränk verstanden werden, sondern als nährstoffreiches Lebensmittel.

Abendbrot

Abends ist meist die ganze Familie zuhause. Das gemeinsame Abendessen kann ein schöner Tagesabschluss sein, bei dem jeder seine Erlebnisse erzählt. Die Kinder können zur Ruhe kommen. Ein bunt gemischter Brotkorb, am besten mit vollkörnigen Sorten, Wurst und Käse sowie reichlich Rohkost, Salat oder Früchte – so sieht ein gesundes Abendessen aus. Weitere Anregungen zur Kinderernährung sind unter dem Link Literatur zusammengetragen.

Kein Essen vor dem Fernseher

Kinder sollten beim Essen möglichst nicht allein gelassen oder gar vor den Computer oder Fernseher gesetzt werden. Denn Essen ist mehr als nur Nährstoffaufnahme. Essen ist auch ein gesellschaftliches oder familiäres Ereignis, dem ausreichend Zeit gewidmet werden sollte. Gerade in Haushalten, in denen alle Erwachsene berufstätig sind, sollte darauf geachtet werden, dass eine gemeinsame Mahlzeit – meist Frühstück oder Abendessen – stattfindet.

Kinder lernen beim Essen in der Familie Umgangsformen, kulturelle und religiöse Tischsitten, die ihnen helfen, sich in der sie umgebenden Gesellschaft zurechtzufinden. Vor dem Fernseher lernen sie solche Konventionen nicht.

Umgang mit Süßigkeiten

Das Thema "Süßigkeiten und Naschen" führt nicht selten zu Streitereien im Familienalltag. Die Vorliebe der meisten Menschen -  also auch unserer Kinder - für die Geschmacksrichtung "süß" ist zum Teil angeboren, zum Teil erlernt.  Schon bei Säuglingen stellt man eine Vorliebe für "Süßes" fest, zumal die Muttermilch Michzucker enthält und deshalb süß schmeckt. Doch leider haben die meisten Süßwaren zwei Eigenschaften, die bei zu hohem Verzehr zu Problemen führen können:

1. Viele Süßwaren liefern viel Energie, dabei aber relativ wenig Vitamine und Närhstoffe.
2. Süßigkeiten schaden den Zähnen.

Und damit kommen wir zum Problem im Umgang mit den Naschereien. Auf der einen Seite haben wir unsere Vorlieben und auf der anderen Seite das Wissen, dass diese Vorlieben in zu hohem Maße genossen zu Gesundheitsproblemen führen können. Was also tun?

Generell halten es die meisten Experten für nicht sinnvoll, Süßigkeiten generell zu verbieten, da dies unnötige Machtkämpfe mit den Kindern produziert und zweitens Tür und Tor für heimliches Naschen öffnet. Sinnvoller erscheint ein zweistufiges Vorgehen:

1. In einem ersten Schritt sollte das eigene Verhalten in Bezug auf den Umgang mit Süßigkeiten überdacht werden. Schauen Sie nach, in welchem Verhältnis Naschwaren zu anderen Lebensmitteln von Ihnen eingekauft und verzehrt werden. Der Verzehr lässt sich schon einfach sinnvoll beschränken, in dem beim Einkauf mehr Lebensmittel aus den Lebensmittelgruppen der Pyramidenbasis gekauft werden.

2. Falls die Verringerung des Angebotes an Süßigkeiten allein nicht reicht und es immer wieder zu einem Kampf um Süßigkeiten kommt, sollten Sie beobachten, wann und in welchen Situationen Ihr Kind nach Süßigkeiten fragt, ob z.B. Probleme oder Langeweile Gründe für den Verzehr sind. In beiden Fällen braucht ihr Kind andere Hilfen. Sollten Sie dennoch das Gefühl haben, Grenzen beim Verzehr zu setzen, dann ist folgendes Vorgehen möglich:
Bestimmen Sie mit ihrem Kind welche Menge an Süßigkeiten für einen Tag, später dann für eine Woche sinnvoll sind. Händigen Sie Ihrem Kind in einer netten Vorratsdose die abgesprochene Menge aus, die das Kind mit in sein Zimmer oder an einer zugänglichen Stelle in der Wohnung aufbewahren kann. Vorteil dieser Methode ist, dass das Kind lernt, sich seine Genüsse einzuteilen und ein Verhältnis für das Maß bekommt. Wichtig ist, dass Sie am Anfang konsequent bleiben, auch wenn ihr Kind alles auf einmal isst und dann nach mehr verlangt. Verweisen Sie auf Ihr Abkommen und bieten ihm stattdessen sein Lieblingsobst oder einen kleinen Joghurt an.

Tipp

Bei der Auswahl der Lebensmittel gibt es keine Verbote, grundsätzlich kommt es auf die richtige Mischung an.

Lebensmittel-
pyramide1.pdf
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