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Sexualerziehung

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Unter Sexualität wird die Geschlechtszugehörigkeit eines Menschen verstanden. Das Wort „Sexualität“ leitet sich vom lateinischen Wort „secare“ ab, das schneiden, teilen und trennen bedeutet. Der Begriff bezieht sich also ursprünglich auf die Teilung der Menschheit in das weibliche und männliche Geschlecht. Das Sein als Mädchen oder Junge, als Frau oder Mann, ist ein Grundbedürfnis des Menschen und wesentlicher Bestandteil seiner Persönlichkeit.

Darüber hinaus wird Sexualität auch als positive Kraft verstanden, die Liebe und Partnerschaft in besonderer Weise einschließt, zur Persönlichkeitsentwicklung beitragen kann und die Fortpflanzung ermöglicht. Sie entwickelt sich von Geburt an und umfasst biologische, medizinische, psychosoziale und emotionale Vorgänge.

Unter Sexualerziehung wird heute nicht nur die Vermittlung von reinem Faktenwissen verstanden, sondern Sexualerziehung umfasst biologische, medizinische, psychologische, ethische, soziologische und pädagogische Aspekte der menschlichen Geschlechtlichkeit.

Eine bewusste Sexualerziehung wird als notwendiger Bestandteil der Erziehung angesehen, die von den Erwachsenen auch eine bewusste Auseinandersetzung mit deren eigener Erziehung voraussetzt.

Trotz Informationen aus Zeitschriften und Biologieunterricht sind die Eltern die Ansprechpartner Nummer 1, wenn es um das Thema Aufklärung geht.

Damit Sexualerziehung in der Familie ihren Platz hat, sollten Eltern auf ihr Kind zugehen und nicht warten, bis das Kind Fragen stellt. Gerade vor dem Hintergrund, dass bereits bei einigen 9- und 10-jährigen Mädchen heute die Menstruation einsetzt, gewinnt die Aufklärung über Fruchtbarkeit, Zeugung und Verhütung schon in der Grundschulzeit an Bedeutung. Eltern sollten sich daher bewusst entscheiden, welche Aufgaben sie bei der Sexualerziehung selbst übernehmen und welche sie mit gutem Gefühl der Schule, Gleichaltrigen oder Medien überlassen wollen.

Wie Eltern mit ihren Kindern über Sexualität reden können, ist in einer Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Über Sexualität reden“ (Literatur) umfassend und anhand von vielen Beispielen zusammengestellt. Wie auch immer sich Eltern zu diesem Thema verhalten, alles was sie dabei sagen und nicht sagen, ist Teil ihrer Sexualerziehung.

Ansprechpartner Nr. 1

Trotz Informationen aus Medien und Schule sind die Eltern die Ansprechpartner Nr. 1, wenn es um das Thema Aufklärung geht.Viele Eltern finden es hilfreich, wenn sie Ihre Ausführungen mit Hilfe von Kinder- und Jugendbüchern zu diesem Thema untermauern können. In der Literaturliste sind einige spannende Bücher sowohl für Eltern als auch Kinder zusammengestellt.