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Projekt

Ein Pausenhof wird schöner

Eltern und Schüler geben dem Pausenhof einen neuen Anstrich.

Eltern und Schüler geben dem Pausenhof einen
neuen Anstrich.

Schuldaten

GGS Körnerstraße,
Körnerstraße 2, 51643 Gummersbach
E-Mail: ggs-koerner@t-online.de

3-zügig, 280 Schüler

Ausgangslage und Motivation zur Auswahl des Projektes

Kollegen, Eltern und Schülern ist aufgefallen, dass der Pausenhof sehr trist und nicht kindgerecht gestaltet war. Bewegungs- und Pausenhofspiele waren kaum vorhanden (Soft-Fußball, Klettergerüst und Kletterwand). Die Schüler zeigten in den Pausen zunehmend ein sehr aggressives Störverhalten (Treten, Schlagen, andere Kinder beim Spielen stören) und einige Schüler wussten häufig nichts mit sich und der freien "Pausenzeit" anzufangen. Es gab keine "alten Kinderspiele" (Hüpfekästchen, Zielwerfen, etc.) zur Pausenbeschäftigung.

Projektziele

Die Schüler sollten ihren Schulhof spiel- und pausengerecht gestalten (siehe Abbildung). Alte Bewegungsspiele sollten in verschiedenen Bereichen entstehen und bereits vorhandene Elemente renoviert und erneuert werden (Kletterwand). Die tristen Schulhofswände sollten kindgerechte Motive erhalten, die die Schule nicht nur als Lern- sondern auch als Lebensort wieder erkennen lassen. Eltern sollen in die Planung dieser Umgestaltung mit einbezogen werden.

Alte Spiele neu entdeckt.

Alte Spiele neu entdeckt.

Projektbeschreibung und Elterneinbindung

In einer Projektwoche unter dem Motto "Fit von Kopf bis Fuß" sollten die einzelnen Klassen den Pausenhof verschönern und attraktive Pausenspiele herstellen. Zur Vorbereitung haben Eltern einen Arbeitskreis gegründet. Um alle Eltern über das Projekt zu informieren und zur Mitarbeit zu motivieren, wurden die Klassenpflegschaftsvorsitzenden und der Förderverein über das Projekt informiert. Alle Eltern erhielten einen Elternbrief, der die Vorhaben der einzelnen Klassen schilderte (siehe Abbildung).

Der Förderverein und die Klassenpflegschaftsvorsitzenden waren an der Grobplanung beteiligt (Was, wie und wo sollte die Schulhofum- und neugestaltung stattfinden? Was wird benötigt? Welche Sponsoren kann man "begeistern"?). Die Klassen entwickelten die Arbeitsvorschläge und Themen der Projektwoche (Hüpfekästchen, Twister, Kletterelefant oder Fußballtore).

Elterngruppen von bis zu sechs Eltern setzten während der Projektwoche die unterschiedlichen Themen um und konnten innerhalb der ihnen zugewiesenen Kinder "werkeln".

Resümee: Für die Planung war es wichtig, die Interessen der Kinder ganz bewusst zu berücksichtigen. Für die Umsetzung waren vorwiegend Eltern und Kinder zuständig. Die Materialbeschaffung lag bei Eltern und Lehrern.

Ergebnisse

Es wurden vier verschiedene Hüpfekästchen auf den Pausenhof gezeichnet, ein Basketballfeld markiert, die Turnhallenwand mit verschiedenen Motiven verziert, zwei Fußballtore angezeichnet und ein Twister- und ein Zielwurfspiel entwickelt. Zudem ist zur Verschönerung ein Krokodil auf dem Schulhof entstanden, zwei alte Pausenhofbänke wurden abgeschliffen und gestrichen und die Fahrbahnmarkierung für die Radfahrprüfung teilweise erneuert. Die Kletterwand ist ausgebessert und angemalt worden. Des Weiteren wurde eine Spielkiste mit verschiedenen Pausenhofspielen angeschafft (siehe Fotos).

Die Bewegungsspiele sind wie eine Bombe eingeschlagen! Wir praktizieren ein Ausleihsystem mit Kärtchen. Jeder Klassenlehrer hat sieben Ausleihkärtchen, die er vor der Draußenpause an seine Schüler verteilt. Das Kind muss die Karte bei der Pausenaufsicht abgegeben, darf sich ein Spielgerät aus der Spielekiste ausleihen (Hüpfball, Seilchen, Pferdeleinen, Sackhüpfen, Bouncer etc.), gibt sein Spiel nach der Pause ab und erhält seine Karte zurück. Natürlich ist das etwas zeitaufwändiger für die Aufsicht, da nachher alle Spiele wieder verstaut werden müssen, dennoch lohnt es sich.

Die Kinder beschäftigen sich mit Begeisterung mit den Spielen. Sie spielen wieder miteinander und nicht gegeneinander. In dieser kurzen Zeit kann man wirklich sagen: die Pausenatmosphäre ist gelöster und entspannter. Die Kinder sind nicht mit Zickeln, Treten, Schlagen beschäftigt, sondern mit den und dem Spielen. Von den Eltern wurde die kindgerechte Neugestaltung und Verschönerung des Schulhofes mit einem dicken Lob versehen. So etwas motiviert nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer.

Nachhaltigkeit

Die Schule diskutiert, weitere Spielgeräte sowie eine Schaukel oder Tischtennisplatte anzuschaffen. Zudem stehen wir weiterhin in Kontakt mit einer Malerfirma, um auch das Innere unserer Schule mit verschiedenen Funktionsbereichen eventuell umzugestalten. Aus ALT macht NEU! Mit helfenden Händen – vor allem der engagierten Eltern – ist alles möglich. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Kooperationspartner

Eltern-AG
Schulförderverein
Örtlicher Kindergarten
Sportverein
Firma Bondke
AOK Rheinland
Ärztekammer Nordrhein

Verwendete Materialien

  • Ärztekammer Nordrhein, AOK Rheinland, Deutsche Sporthochschule Köln (Hrsg.): Gesundheitsförderung und Gesundheitserziehung in der Schule, Bewegung im Schulalltag – Praktische Anregungen für einen bewegungsorientierten Unterricht, Materialien für die Grundschule, 2. überarbeitete Auflage, Düsseldorf, 2002.
  • Dietrich Knut; Hass, Regina; Marek, Regina; Porschke, Christoph, Winkler, Kirsten: Schulhofgestaltung an Ganztagsschulen, Ein Leitfaden, Wochenschau Verlag, Schwalbach/Ts., 2005
  • Jacoby, Edmund; Berner, Rotraud u.w.: Himmel, Hölle, Blindekuh, Kinderspiele für drinnen und draußen. Reihe Hanser, dtv, München, 2005.

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