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Zahn-Werkstatt bereitet für andere Gesundheitsthemen das Feld

Schuldaten

Schwanenschule Wermelskirchen

Anzahl der Züge: 3
Anzahl der Schüler: rund 340

Ansprechpartnerin in der Schule
Marita Jendrischewski

Ausgangslage

Einen Schwerpunkt unserer Gesundheitserziehung bildet seit Jahren eine ausgewogene und gesunde Ernährung.

Umso erstaunter waren wir, dass bei der jährlich durchgeführten schulzahnärztlichen Untersuchung festgestellt wurde, dass viele Kinder einer zahnärztlichen Behandlung bedurften.

Außerdem stellten wir fest, dass mehrere Kinder des 1. Schuljahres Schwierigkeiten bei der deutlichen Laut-Artikulation hatten, was durch eine Zahnfehlstellung hervorgerufen werden kann.

Da gerade in einem 1. Schuljahr die Schüler durch den Zahnwechsel direkt betroffen sind, hielten wir es für sinnvoll, hier anzusetzen und das Thema Zahngesundheit im 1. Schuljahr zu einem Schwerpunktthema zu machen.

Projektziele

Im Vordergrund standen dabei

  • das Wissen um die Vorgänge im Mund (Milchzähne - bleibende Zähne)
  • das Üben des richtigen Zähneputzens
  • das Wissen, dass Zähneputzen nach den Mahlzeiten wichtig ist
  • das Bewusstmachen, dass Süßigkeiten zwischendurch den Zähnen noch mehr schaden
  • das Wissen, dass regelmäßige Zahnarztbesuche helfen und nicht wehtun.

Projektbeschreibung

Angeregt durch „Gesund macht Schule“ nahmen wir Kontakt zum schulzahnärztlichen Dienst des Gesundheitsamtes auf. Zwei Mitarbeiterinnen waren bereit, uns im Gesundheitsamt die Medien vorzustellen, die den Kindern viele Vorgänge anschaulich und verständlich nahe bringen können.

Darüber hinaus bot der Zahnarzt Dr. Schöll an, auf einem Elternabend Gefahren und Auswirkungen einer nachlässigen Zahnpflege anhand von Dias zu erläutern. Angeregt durch zum Teil abschreckende Beispiele fand im Anschluss an den Vortrag noch ein intensiver Austausch im Klassenraum statt. Hier wurde den Eltern erklärt, wie das Thema in Form einer Werkstattarbeit in den nächsten Wochen aufgearbeitet werden sollte.

Die Eltern zeigten sich aufgeschlossen und förderten den Unterricht durch die Bereitstellung von Gipsabdrücken, Backen- und Schneidezähnen von Schwein und Rind, Zahnputzuhren, Zahnspiegeln und zusätzlichem Anschauungsmaterial. Außerdem fiel es Kindern und Eltern leichter, über die richtige Zahnpflege ins Gespräch zu kommen.

Jedes 1. Schuljahr führte im März (rund 4 Wochen) eine „Zahnwerkstatt“ durch.

20 Stationen waren im Klassenraum aufgebaut. An jeder Station gab es Arbeitskarten, auf denen die jeweilige Aufgabe beschrieben war, und es gab einen Hinweis, ob die Aufgabe allein, in Partnerarbeit oder in Gruppenarbeit zu erledigen war.

Die Kontrolle erfolgte durch die Mitschüler (Experten), durch Lösungsblätter oder durch den Lehrer. Am Anfang oder am Ende der Werkstattstunden fand eine Gesprächsrunde statt, in der jeder sagte, was er erledigt hatte und welche Schwierigkeiten es gegeben hatte. Jeweils mittwochs konnten Eltern am Unterricht teilnehmen und Aufgabenstellungen und Arbeitsweisen kennen lernen. Gern wurde dieses Angebot angenommen und jeweils von fünf bis acht Eltern genutzt.

Kooperationspartner

Schulzahnärztlichen Dienst des Kreises

Ergebnisse

Die Nachhaltigkeit der „Zahnwerkstatt“ lässt sich nicht unmittelbar überprüfen. Wir gehen davon aus, mit der intensiven Behandlung dieses Themas im 1. Schuljahr eine Grundlage geschaffen zu haben, die für das Thema „Zahngesundheit“ sensibilisiert. Immer wieder kommen Kinder und teilen stolz ihre Zahnveränderungen beziehungsweise Zahnbesonderheiten mit.

Das Thema ist also nicht abgeschlossen und wird in Einzelgesprächen immer wieder aufgegriffen und vertieft. Poster und Anschauungstafeln hängen nach wie vor in der Klasse und werden immer mal wieder interessiert betrachtet.

Das Thema diente vorbereitend für weitere Themen, die sich mit dem menschlichen Körper beschäftigen. Vorgesehen ist zu Beginn des 2. Schuljahres mit dem Weg der Nahrung fortzufahren.

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