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Kleine Schritte – große Wirkung

Immer im Lot: Ein gutes Körpergefühl macht selbstsicher.

Immer im Lot: Ein gutes Körpergefühl
macht selbstsicher.

Schuldaten

Düsseldorfer Gemeinschaftsgrundschule und Offene Ganztagsschule Richardstraße

320 Kinder, 18 Lehrerinnen und Lehrer

Ansprechpartner

Helge Jasper und Mirjam Wandtke
Tel.: 0211/9215331
AOK Regionaldirektion: Frau Eckai-Nikolaus, Tel.: 0211/8225-571.

Ausgangslage

Dem Wechsel an die weiterführende Schule blicken Grundschüler gespannt entgegen: Klassenverband, Lehrer, Fächer, Umfeld – alles ist neu. In die freudige Erwartung kann sich aber auch Unsicherheit mischen. Etwa die Bedenken, an der neuen Schule mit Zigaretten oder anderen Drogen konfrontiert zu werden und damit nicht umgehen zu können.


Projektziele

Durch „Ich-Stärkung“ Drogen zu widerstehen und Informationen über Sucht und seine Entstehung den 4-Klässlern näher zu bringen.

Projektbeschreibung

Im Juni 2004 fand für alle Viertklässler eine Projektwoche statt. „Ein Info-Nachmittag bei der Ärztekammer Nordrhein hatte uns gezeigt: Bei kleinen Kindern geht es vor allem um Persönlichkeitsstärkung“, sagt Helge Jasper. „In der Projektarbeit stand daher die ,Ich-Stärkung‘ im Vordergrund.“ In Spielen definierten die Kinder, was „stark sein“ bedeuten kann, schrieben auf, was sie können oder was andere an ihnen mögen. „So lernten sie ihre eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen“, bilanziert Mirjam Wandtke. „Und die Kinder spürten, wie wichtig Selbstvertrauen ist, um sich zu mögen und akzeptiert zu werden – eine wichtige Grundlage für ein suchtfreies Leben.“

Lernen, Nein zu sagen

Vertauensspiele wie „in die Arme von Mitschülern fallen“ ergänzten die Übungen. Am fünften Tag waren auch Drogen zum Thema gemacht worden. Die Pädagoginnen überlegten mit den Kindern, wie man bei Drogenangeboten „Nein“ sagen kann. Ein Wissensspiel zeigte den Schülern, wie Sucht zum Beispiel auch durch zu viel Computerspielen entstehen kann. Und am Ende der Woche erhielt jedes Kind sein in dieser Zeit entstandenes „Ich-bin-stark-Buch“.

Zusätzlich bot der Düsseldorfer Kinder und Jugendpsychiater und –psychotherapeut Dr. Oliver Theill einen Elternabend an. „Wenn man mit kleinen Kindern erfolgreich präventiv arbeiten will, muss man auch die Familien erreichen“, betont er. Die Eltern erfuhren Wichtiges über Sucht und Suchtvorbeugung und diskutierten untereinander hilfreiche Strategien. „So werden sie selbstsicherer“, weiß Dr.Theill. „Denn sie erfahren:Wir können für unsere Kinder etwas tun.“

Ergebnisse

„In der Projektwoche war zwischen den Kindern ein tolles Zusammengehörigkeitsgefühl gewachsen“, resümiert Pädagogin Helge Jasper. „Der Elternabend war ein Erfolg. Und wir haben gesehen, wie wir schon mit kleinen Kindern arbeiten können, bevor Sucht überhaupt aktuell wird.“ Ihre Erfahrungen gaben die Lehrerinnen auf einer Konferenz an die KollegInnen der gesamten Schule weiter. So erhielt der Gedanke der „Ich- Stärkung“, der in der Düsseldorfer Schule in allen Klassen immer schon wichtig war, durch das Projekt eine weitere Dimension.

Materialien und Quellen

u. a. Info-Nachmittag bei der Ärztekammer Nordrhein

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