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„Wie kommt das Baby in den Bauch?“

Spannender Sexualkundeunterricht

In Vorbereitung - die Ausstellung

In Vorbereitung - die Ausstellung
"Meine Babyzeit" in Kempen

Schuldaten

Katholischen Grundschule Wiesenstraße in Kempen
2 vierte Klassen, Klassenlehrerinnen

Ausgangslage

„Wie unterscheiden sich der weibliche und der männliche Körper?“ Mit dieser Frage begann für die beiden vierten Klassen der Katholischen Grundschule Wiesenstraße in Kempen die Unterrichtsreihe Sexualkunde.

Projektziele

Neben der Wissensvermittlung war das Ziel, die Kinder sowie ihre Eltern zu ermutigen, offen mit Fragen aus dem Sexualbereich umzugehen.


Projektbeschreibung

Projektarbeit von Februar bis März 2005.

Nachdem sich die Kinder in Gruppen mit Aufklärungsbüchern beschäftigt hatten, sammelten die Klassenlehrerinnen Dagmar Giesing und Lydia Hiller und die Referendarin Anna Drag sämtliche Begriffe, die den Schülern zu Entwicklung und Sexualität einfielen. „Dabei kamen Fachtermini genauso wie Schimpfwörter zusammen“, berichtet Pädagogin Giesing. „Wir haben alle auf ein Plakat geschrieben und gemeinsam überlegt, welche wir verwenden möchten. Diskutiert wurde nach dem Grundsatz‚Wir lachen niemanden aus, sondern akzeptieren, wenn jemandem das Thema Sexualität peinlich ist.“

Ein weiterer Projektbaustein war eine Stunde mit der Patenärztin Dr. Almut Klüssendorf, die auch den Impuls an die Schule gebracht hatte, Sexualkunde im Rahmen von „Gesund macht Schule“ zu gestalten. Sie besprach mit den Viertklässlern die Entwicklung des Embryos im Mutterleib, zeigte ihnen Kondome und Hygieneartikel wie Tampons und beantwortete Fragen, welche die Kinder im Vorfeld anonym gesammelt hatten. „Manche waren so speziell, dass richtiggehend Fachwissen gefordert war. Insgesamt hat die Schüler der Unterrichtsbesuch einer Ärztin sehr motiviert“, so die Medizinerin.

In Aktion - Kempener Schüler im Sexualkundeunterricht

In Aktion - Kempener Schüler im Sexualkundeunterricht

Interessant: Die eigene Geschichte

In den folgenden Unterrichtsstunden baten die Lehrerinnen ihre Schüler, Gegenstände aus der eigenen Babyzeit mitzubringen, etwa Strampler oder Ultraschallfotos. So entstand parallel zum Thema Babypflege eine kleine Ausstellung. Begeistert lauschten die Kinder zudem einer Lehrerin, die mit ihrem Säugling in den Unterricht kam und aus dem Leben mit Baby berichtete.

Ergebnisse

„Es war sehr gut, vom Vorwissen der Sprache für Sexualität zu erarbeiten“, beurteilt Dagmar Giesing die Projektarbeit. „Sie haben dabei erfahren: Ich kann darüber ganz normal reden.Die Kinder haben sich teils bei ihren Eltern zum Beispiel nach der eigenen Geburt erkundigt. Aus dem Unterrichtsstoff war in manchen Familien ein sehr persönliches Thema entstanden, das für Diskussionen sorgte brachte.“

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