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Gemeinsam und gesund essen – tolle „Zutaten“ aus der Region

Schüler in Köln genießen das

Schüler in Köln genießen das

Schuldaten

GGS An St.Theresia
Köln Buchheim

zweizügig, 230 Kinder, rund 50 Prozent sind Migranten, die meisten mit türkischem Hintergrund

Ansprechpartner Schule
Anita Scheurer, E-Mail: ggstheresia@schulen-koeln.de;
Ansprechpartnerin AOK Rheinland
Regionaldirektion Köln: Frank Lenz, Tel.: 0221/1618-519


Ausgangslage

„Immer wieder beobachteten wir, dass Kinder ohne Frühstück oder mit Süßem in die Schule kamen“, erinnert sich Franz Legewie, Rektor der zweizügigen Gemeinschaftsgrundschule

Kooperationsprojekt mit der Ärztekammer Nordrhein und der AOK Rheinland

Die Kölner Kinder- und Jugendpsychiaterin und Psychotherapeutin Dr. Monika Panhuysen gab die Anregung, am Projekt „Gesund macht Schule“ teilzunehmen. Gemeinsam mit der AOK Köln, Ärztekammer Nordrhein, dem Gesundheitsamt und dem Kölner Netzwerk Gesundheitsfördernder Schulen gingen Lehrerinnen, Lehrer und Patenärztin im Herbst 2002 ans Werk.

Projektziele

Der Wunsch von Schulleitung und Kollegium: „Wir wollten ihre Verpflegung verbessern und ihr Bewusstsein für gesunde Ernährung wecken.“

Projektbeschreibung

Zunächst bildeten Konrektorin Anita Scheurer, vier Lehrer, Elternvertreter, Ganztagsmitarbeiter, Dr. Panhuysen, Schulärztin und Schulzahnarzt ein Gesundheitsteam. „Dieser interdisziplinäre Ansatz war sehr effektiv“, bilanziert Legewie. Einmal im Monat traf sich das Team von nun an und koordinierte die Projektarbeit. Anfang 2003 führte es den klasseneigenen Obstteller ein, den Eltern und Lehrer täglich bestücken, sowie ein ständiges Mineralwasserangebot in den Klassen. Zusätzlich wurde das „gesunde Frühstück“ umgesetzt, das Lehrer und Schüler einmal im Monat gemeinsam zubereiten.Auf den Erfolg ist das Gesundheitsteam stolz; alle Angebote sind gut etabliert.

Kochduell in der Schulaula

Auch die Projektwoche „Essen, Ernährung, Zahngesundheit“ war erfolgreich. „Besonderen Spaß hatten die Kinder auf der Supermarkttour, bei der es darum ging, wie man bei Aldi & Co. gesund einkauft“, berichtet Dr. Monika Panhuysen. Sie organisierte als Patenärztin zudem zwei Elternworkshops, auf denen Teamexperten unterschiedliche Themen darstellten. Die Resonanz war gut – auch bei den türkischen Eltern. Krönender Abschluss der Woche war ein Schulfest – mit vielen leckeren Speisen und einem Kochduell in der Aula: Je ein Lehrer, ein Elternteil und zwei Schüler hatten zuvor bei der Supermarkt-Ralley für ein begrenztes Budget eingekauft. „Daraus etwas Leckeres zu zaubern, war ein großer Ansporn und ein prima Beispiel für Eltern, wie man mit wenig Geld gesund kochen kann“, so die Patenärztin.

Ergebnisse

Derzeit wertet das Gesundheitsteam Fragebögen aus, die es im März an Schüler, Eltern und Lehrer ausgegeben hatte. Ziel ist es, zu erfahren, wie nachhaltig die Aktionen wirken und wie sich „gesunde Ernährung“ im Schulalltag verankern lässt. Zeitgleich strebt die Grundschule neuen Zielen entgegen. Demnächst wird „Bewegung“ groß geschrieben – das Gesundheitsteam ist schon aktiv ...


Ernährungsgewohnheiten ändern

Schüler in Neuss präsentieren ein selbst gemachtes Buffet

Schüler in Neuss präsentieren ein selbst gemachtes Buffet

Schuldaten

Barbaraschule Neuss

zweizügig, 90 Prozent der Kinder sind Migranten


Ansprechpartner Schule

Hans-Joachim Reich, Tel.: 02131/ 56 99 46;
Ansprechpartnerin AOK Rheinland
Regionaldirektion Neuss: Irmgard Gerbrand, Tel.: 02131/ 293-283





Ausgangslage

An der Neusser Barbaraschule blickte man unzufrieden auf die Pausenverpflegung der Schüler. „Viele brachten Fertigprodukte und Süßes mit oder versorgten sich damit beim Milchhof“, blickt Schulleiter Hans-Joachim Reich zurück. „Parallel fiel uns auf, dass die Kinder im Laufe ihrer Schulzeit zunahmen.“

Schulkonferenz und Elternpflegschaft beschlossen für das zweite Halbjahr 2003 die Teilnahme am Projekt „Gesund macht Schule“. Als Patenärztin vermittelte die Ärztekammer Dr. Ursula Sottong, die als praktische Ärztin die Abteilung „Gesundheitsförderung und Prävention“ der Malteser Werke in Köln leitet.

Projektziele

Schulleiter Reich: „Wir wollten die Ernährungsgewohnheiten der Schüler und ihre grundsätzliche Einstellung zum Essen verbessern.“ Von Beginn an engagierte sich das gesamte Kollegium.

Projektbeschreibung

Bei Lehrerfortbildungen verdeutlichte die Patenärztin Dr. Ursula Sottong die unterschiedlichen Aspekte der Ernährung und Verdauung, zum Beispiel, wie der Körper unterschiedliche Nährstoffe verarbeitet. Auf einem gut besuchten Elternabend besprach sie mit den Eltern Ernährungsgewohnheiten in den Familien. Die Kinder, die mitgekommen waren, begeisterten sich für originelle Ernährungsspiele. Besonders wichtig war der Medizinerin, eine Sprache zu finden, die Lehrer und Eltern verstehen. Auch wollte sie eine Motivation schaffen, warum man gesund essen sollte, und gemeinsam zu überlegen, was man dafür tun kann. Zusätzlich beschäftigten sich die Schüler der Barbaraschule in einer Projektwoche mit verschiedenen Ernährungsthemen.

Ergebnisse

Beliebtes „Barbarabrötchen“
Das Versorgungsangebot in der Schule hat sich gewandelt. Vergangenen Sommer nahmen LehrerInnen und Schüler mit einem Kiosk gegenüber dem Schulhof Kontakt auf und kreierten das „gesunde Barbarabrötchen“, das nun dort verkauft wird. Kinder und Eltern schätzen das Angebot. Die zweite Neuerung ist das tägliche gemeinsame Frühstück in den Klassen zehn Minuten vor der großen Pause. Hier können die Kinder ihr Pausenbrot in Ruhe genießen und Frühstücksideen austauschen.

„Mit unseren Projekten sind das Bewusstsein für gesunde Ernährung und Spaß am Essen in den Alltag eingeflossen“, sagt der Rektor. „Es war auch wichtig, die Themen den Kindern nicht aufzupfropfen, sondern sie selbst spielerisch damit arbeiten zu lassen. Über die Kinder haben wir zudem viele Eltern unserer multikulturellen Schülerschaft für die Aktionen begeistern können.“ Patenärztin Dr. Sottong fügt hinzu: „Ein riesiges mediales Unterhaltungsangebot lockt heute die Kinder. Um so wichtiger ist es, in der Schule lebendige und damit konkurrenzfähige Projekte zu gestalten.“ Das nächste große Projekt der Neusser Grundschule heißt „Das bin ich“ und widmet sich Aspekten der Sexualerziehung.

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