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Häufig gestellte Elternfragen zum Motoriktest

Mein Kind hat in allen bzw. in den meisten Bereichen des Tests sehr gut abgeschnitten. Wie können wir es weiter fördern? 

Ihr Kind besitzt ein überdurchschnittliches sportliches Talent. Sie haben es ermöglicht, dass Ihr Kind eine gute Basis in der Ausbildung der motorischen Fähigkeiten entwickeln konnte. Bieten sie Ihrem Kind weiterhin ein weites Spektrum von sportlichen Aktivitäten an.

Oftmals äußern Kinder den Wunsch, sich auf eine Sportart zu konzentrieren, diese intensiver und mit einem Wettkampfgedanken auszuüben. Falls Sie es ermöglichen können, dann erfüllen Sie Ihrem Kind diesen Wunsch, denn Sport nimmt nicht nur im Bereich der körperlichen Gesundheit positiven Einfluss auf die Entwicklung Ihres Kindes, sondern er wirkt sich auch positiv auf das Sozialverhalten, die Motivation und das Durchsetzungsvermögen aus.

Manchen Kindern fällt es schwer, sich für eine Sportart zu entscheiden. Sportvereine bieten oft einen „Tag der offenen Tür“ an, an dem die Kinder die Möglichkeit haben, verschiedene Sportarten auszuprobieren und Rücksprache mit qualifizierten Trainern/Übungsleitern zu halten.  Des Weiteren ist es bei den meisten Vereinen (und sonstigen Sportanbietern) üblich, dass die Kinder sich eine Gruppe bzw. eine Sportart drei- bis viermal anschauen können, bevor sie sich entscheiden und fest anmelden müssen.

Mein Kind hat in allen Bereichen des Tests durchschnittlich abgeschnitten. Müssen wir es nun bewusst mehr fördern? 

Dies bedeutet, dass die Leistung Ihres Kindes im Altersdurchschnitt liegt und grundsätzlich keine gezielte Förderung notwendig ist. Ermutigen Sie Ihr Kind, vielfältige Bewegungsangebote mit Freunden und Geschwistern – zum Beispiel auf dem Spielplatz oder auf der (Spiel-) Straße auszuprobieren und zusätzlich im Alltag aktiv zu werden: so können vermeintlich „kleine“ Bewegungsaufgaben wie der Gang zum Briefkasten, der Weg zum Freund in der Nachbarschaft oder das Ausführen des Hundes den alltäglichen Bewegungsumfang Ihres Kindes deutlich erhöhen.

Vereine bieten meist ein vielfältiges Angebot an Sportarten für Kinder an. Diese angeleitete Form der Bewegungsförderung stellt eine optimale Ergänzung  zu den Alltagsaktivitäten dar. Falls Ihr Kind nicht daran interessiert sein sollte, ein Sportart im Verein intensiver auszuüben, dann achten Sie darauf, dass Sie Ihrem Kind im familiären Umfeld weiterhin neue Reize und einen aktiven Lebensalltag anbieten, wie beispielsweise durch Wanderurlaube, Kanutouren und Ausflüge in die Kletterhalle oder ins Schwimmbad.

Laut der Urkunde unseres Kindes besteht in mehreren Bereichen ein erhöhter Förderbedarf. Wie können wir uns als Eltern in diesem Fall verhalten? 

Zunächst sollten Sie ruhig überlegen, ob sich das Testergebnis mit Ihren eigenen Beobachtungen des Kindes, ggf. der ErzieherInnen, LehrerInnen, Kinderärtzin/Kinderarzt deckt. Denn der Test spiegelt natürlich immer nur einen Ausschnitt der motorischen Leistungsfähigkeit wider und kann zum Beispiel von der Tagesform des Kindes beeinflusst werden. Sollte sich der Test aber mit Ihren Einschätzungen vom Kind (z. B. kommt schnell aus der Puste, kann kein Mäuerchen erklettern, hat häufig mit anderen Kindern im Spiel Zusammenstöße) und denen der SportlehrerInnen decken, dann sollten Sie gemeinsam überlegen, wie Sie die Bewegungsleistungen Ihres Kindes verbessern können. Neben gezielten Maßnahmen (z. B. Sportförderunterricht, Sportverein, ggf. Ergotherapie, etc.) sollten Sie immer darauf achten, dass sich Ihr Kind im Alltag und in seiner Freizeit ausreichend bewegt. Denken Sie daran: Sport hat zwar den Charakter eines Nebenfaches in der Schule, ist aber das Hauptfach, wenn es um die Gesundheit Ihres Kindes geht!

Mein Kind hat in einem Testbereich (z.B. Kraft) schlecht abgeschnitten. Sollen wir es nun in diesem Bereich speziell fördern? 

Falls Ihr Kind in einem Bereich der motorischen Fähigkeiten ein schlechteres Ergebnis erzielt haben sollte, dann konzentrieren Sie sich bitte nicht auf die gezielte Förderung dieses einen Motorikbereiches. Die Bewegungsförderung von Kindern sollte immer ganzheitlich ausgerichtet sein, um eine einseitige und frühe Spezialisierung zu vermeiden: Ihr Kinder sollte in sämtlichen motorischen Hauptbeanspruchungsformen (Koordination, Kraft, Ausdauer, Flexibilität und Schnelligkeit) gefördert werden, damit es eine gute sportliche Grundlage für komplexere Bewegungsformen bekommt!

Mein Kind hat im Bereich der Ausdauer ein nicht so gutes Ergebnis erzielt. Wie sollen wir als Eltern damit umgehen?

Stets zu beachten ist, dass die Bewegungsförderung von Kindern immer ganzheitlich ausgerichtet sein sollte, um eine einseitige und frühe Spezialisierung zu vermeiden. Darüber hinaus bieten sich folgende Spiele und Sportarten an, um die Ausdauer explizit zu fördern:

  • Radfahren, Kickboard/ Roller fahren
  • Inlineskaten
  • Schwimmen
  • Leichtathletik-Lauf
  • Lauf- und Fangspiele
  • Platzsuchspiele
  • Reaktionsspiele
  • Seilspringen

Mein Kind hat im Bereich der Beweglichkeit ein nicht so gutes Ergebnis erzielt. Wie sollen wir als Eltern damit umgehen?

Stets zu beachten ist, dass die Bewegungsförderung von Kindern immer ganzheitlich ausgerichtet sein sollte, um eine einseitige und frühe Spezialisierung zu vermeiden. Folgende Sportarten und Bewegungsangebote fördern unter anderem die Beweglichkeit Ihres Kindes:

  • Turnen
  • Judo
  • Kampfsport
  • Tanz
  • Sportgymnastik
  •  Kletterlandschaften
  • Spielplätze

Mein Kind hat im Bereich der Kraft ein nicht so gutes Ergebnis erzielt. Was können wir als Eltern unternehmen?

Stets zu beachten ist, dass die Bewegungsförderung von Kindern immer ganzheitlich ausgerichtet sein sollte, um eine einseitige und frühe Spezialisierung zu vermeiden. Das Bewältigen des eigenen Körpergewichts reicht im Kindesalter als Belastungsreiz aus – keine extra Gewichte, wie zum Beispiel Hanteln, einsetzen!

Folgende Bewegungsangebote und Sportarten fördern eine positive Entwicklung der Kraftfähigkeit Ihres Kindes:

  • Bewegungsparcours/Spiele die folgende Bewegungsformen beinhalten: Klettern, Hängen, Stützen, Robben, Stoßen, Stemmen, Schaukeln, Schwingen, Schieben, Ziehen
  • Judo
  • Leichtathletik- Sprung und Wurf
  • Turnen
  • Wassersport, wie zum Beispiel Schwimmen, Tauchen oder Wasserball

Mein Kind hat im Bereich der Koordination ein nicht so gutes Ergebnis erzielt. Wie sollen wir als Eltern damit umgehen?

Stets zu beachten ist, dass die Bewegungsförderung von Kindern immer ganzheitlich ausgerichtet sein sollte, um eine einseitige und frühe Spezialisierung zu vermeiden. Die Koordination ist besonders gut im Grundschulalter „trainierbar“. Je älter die Kinder werden umso schwieriger wird es, eventuelle Defizite auszugleichen. Hier gilt das Motto: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“.

Durch folgende Spiel, Übungen und Sportarten werden die koordinativen Fähigkeiten Ihres Kindes gefördert:

  • „Hüpfekästchen“ und „Gummitwist“
  • Akrobatik, wie zum Beispiel Einradfahren und Jonglieren
  • Ballsportarten; zum Beispiel Basketball, Volleyball, Handball, etc.
  • Rückschlagsportarten (Tennis, Badminton, Tischtennis)
  • Turnen, Rhythmische Sportgymnastik, Tanz
  • Leichtathletik
  • Inlineskaten

Mein Kind hat im Bereich der Schnelligkeit ein nicht so gutes Ergebnis erzielt. Wie sollen wir als Eltern damit umgehen?

Stets zu beachten ist, dass die Bewegungsförderung von Kindern immer ganzheitlich ausgerichtet sein sollte, um eine einseitige und frühe Spezialisierung zu vermeiden. Schnelligkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen bei unterschiedlichen Bedingungen mit hoher Geschwindigkeit auszuführen. Unter gesundheitlichem Gesichtspunkt ist der Förderung diesen Bereiches im Kindesalter eine nicht ganz so große Gewichtung beizumessen. Durch folgende Spiele und Sportarten können Sie die Schnelligkeit Ihres Kindes aber durchaus fördern:

  • Reaktionsspiele (z. B. auf akustische, optische Signale)
  • Nachlaufspiele
  • Staffeln
  • Leichtathletik- Sprint
  • Rückschlagsportarten
  • Kampfsportarten