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Essen und Ernährung

Pausenbrote helfen, die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Pausenbrote helfen, die Konzentrations-
und Leistungsfähigkeit aufrecht zu
erhalten.

Viele ernährungsrelevante Verhaltensweisen bilden sich in jungen Lebensjahren heraus und prägen entscheidend auch das Ernährungsverhalten im Erwachsenenalter.

Für die Entwicklung eines günstigen Ernährungsverhaltens ist die Erfahrung von Wohlbefinden und Genuss ebenso wichtig wie das Wissen über eine gesunde Ernährung. Der Einübung und der Thematisierung von Ernährung kommt im Kindesalter eine besondere Bedeutung zu, da Ernährungsgewohnheiten zu den stabilsten Verhaltensweisen des Menschen gehören und in frühen Lebensphasen festgelegt werden.

Um den Einstieg in das Thema zu erleichtern, hält Gesund macht Schule eine Materialmappe zum Thema "Essen und Ernährung" für den Unterricht vor sowie eine Materialsammlung "Fit für die Küche", die für den Einsatz in der Offenen Ganztagsschule geeignet ist.

Ziel der darin enthaltenen Anregungen ist es, die Selbstständigkeit und eigene Einflussnahme der Kinder bzgl. ihrer Ernährung zu fördern und eine positive Einstellung zur Nahrungszubereitung bei den Kindern zu entwickeln.

Zu den Lernzielen im Bereich der Ernährungserziehung gehören zum Beispiel:

  • die gemeinsame Nahrungszubereitung und der gemeinsame Verzehr
  • das Erarbeiten gemeinsamer Tischregeln
  • die sichere Handhabung verschiedener Küchengeräte
  • die Auseinandersetzung mit anderen Ess- und Tischkulturen
  • der bewusste Umgang mit Rohstoffen (Abfallvermeidung, etc.) und Energien

Hintergrund

Über- und Untergewicht, Mangel- und Fehlernährung und ein gestörtes Verhältnis zum Essen können sich langfristig negativ auf die körperliche und seelische Entwicklung von Kindern auswirken. In NRW waren im Rahmen der Schuleingangsuntersuchungen 2006 von 159.426 Kindern 6,5 Prozent der Kinder übergewichtig und 4,6 Prozent der Kinder adipös (LIGA.NRW 2007).

Zwischen 1993 und 2002 ist laut LIGA der Anteil übergewichtiger und adipöser Schulanfänger deutlich gestiegen. Seit 2002 hat sich der Anstieg verlangsamt und für 2006 ist erstmals ein leichter Rückgang zu verzeichnen.

Übergewicht kombiniert mit Bewegungsmangel kann langfristig z.B. zu Herz-Kreislaufbeschwerden oder Fettstoffwechselstörungen führen.

Neben diesen körperlichen Folgen können auch, teils schwerwiegende, psychosoziale Erscheinungen auftreten. Insbesondere das Selbstwertgefühl übergewichtiger Kinder ist stärker eingeschränkt als bei anderen chronischen Erkrankungen bzw. normalgewichtigen Kindern. Die soziale Zurückgezogenheit kann den Bewegungemangel und möglicherweise die Fehlernährung nochmals unterstützen.

Eine früh einsetzende und mit dem Elternhaus abgestimmte Ernährungserziehung hat hier die Chance, Weichen für das spätere Ernährungsverhalten zu stellen und damit die Kinder  langfristig positiv zu beeinflussen und die Wahrscheinlichkeit von ernährungsbedingten Erkrankungen zu verringern.

Pilotprojekt "FrühstücksZeit"

Aufgrund veränderter Lebensrhythmen und Arbeitsbedingungen findet traditionelle Ernährungserziehung und die gemeinsame Zubereitung und Einnahme von Mahlzeiten immer weniger im Elternhaus statt. Nur 50 Prozent der Kinder zwischen sechs und elf Jahren nehmen ein Frühstück vor der Schule ein. Aus diesem Grunde haben wir ein Pilotprojekt in Verbindung mit dem Kinderschutzbund in Mönchengladbach und einer Grundschule in Mönchengladbach mit dem Titel "FrühstücksZeit" entwickelt.

Flyer Frühstückszeit
(382,17 KB)